29. Mai 2026

Die Saarländische Pflegegesellschaft (SPG) hat in ihrem aktuell veröffentlichten Bericht über das vergangene Geschäftsjahr die Schwerpunkte ihrer Arbeit im Jahr 2025 dargestellt. In wichtigen Bereichen ist es gelungen, die pflegerische Infrastruktur im Saarland zu stabilisieren und weiterzuentwickeln; an einigen pflegepolitischen Baustellen wird jedoch die Arbeit auch im Jahr 2026 weitergehen.

Wirtschaftliche und personelle Stabilisierung der stationären Infrastruktur

 

Durch die Vereinbarung kostenbezogener Vergütungsanpassungen für das Jahr 2026 wurde eine Refinanzierung der gestiegenen Personal- und Sachkosten erreicht und somit die Voraussetzung zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Stationären Altenhilfeeinrichtungen geschaffen. Die Mehrpersonalisierung gemäß dem neuen Personalbemessungssystem wurde Mitte des Jahres 2025 von rund 60 % der Stationären Altenhilfeeinrichtungen ganz oder teilweise umgesetzt.

 

 

Grundsatz „Ambulant vor Stationär“

 

Sowohl die Versorgung mit Leistungen der Häuslichen Pflege als auch mit Leistungen der Häuslichen Krankenpflege wurde unter fachlichen Aspekten weiterentwickelt. Hierzu gehört insbesondere der Abschluss von Vereinbarungen über neu abrechnungs- und verordnungsfähige Leistungen der Häuslichen Krankenpflege sowie die Schaffung rechtssicherer Regelungen zum ressourceneffizienten, kompetenzorientierten Einsatz der Pflegekräfte.

 

 

Bereich Kurzzeitpflege und Tagespflege

 

Die mit den Krankenkassen abgeschlossene Vereinbarung für Leistungen der Kurzzeitpflege im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt wurde an die neue Rechtslage mit der Möglichkeit unterschiedlicher Formen der Kurzzeitpflege angepasst. Für die Einrichtungen der Tagespflege konnte eine Regelung zur rechtssicheren Flexibilisierung der Belegung gefunden werden, durch welche die Kapazitätsauslastung der Tagespflegeeinrichtungen im Interesse der (potentiellen) Gäste optimiert werden kann.

 

 

Pflegeausbildung und Fachkräftesicherung

 

Sowohl in der generalistischen Pflegefachausbildung als auch in der zweijährigen Pflegeassistenzausbildung konnte ein leichter Anstieg der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge verzeichnet werden. Um das Interesse an einer Ausbildung in den Pflegeberufen weiter zu steigern, hat die SPG ihre im Jahr 2021 erstellte Informationsbroschüre „Ein krisensicherer Beruf mit Zukunft: Die Pflege“ aktualisiert und in Teilen neu gestaltet.

 

 

Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit

 

Die Veröffentlichung relevanter Zahlen, Daten und Fakten zur pflegepolitischen Infrastruktur auf der Internetseite der SPG stellt einen wichtigen Baustein zur Schaffung von Transparenz über die pflegerischen Angebote im Saarland dar. Darüber hinaus wurden Maßnahmen ergriffen, um den Bekanntheitsgrad des Pflege Portals Saar mit dem Ausweis freier Plätze in der Voll- und Teilstationären Pflege sowie in der Kurzzeitpflege zu steigern.

 

 

Kooperationen und Projekte

 

Durch ihre Mitwirkung an Projekten des Innovationsfonds wie SEBDem und DIKOM erhofft sich die SPG einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung Pflegebedürftiger. Darüber hinaus ist die SPG in zahlreichen Netzwerken und Fachgremien vertreten; hierzu gehören z.B. das Demenznetzwerk sowie die Expertenrunde „Hospiz- und Palliativversorgung“.

 

 

Ungeachtet der sich abzeichnenden schwieriger werdenden Rahmenbedingungen wird sich die SPG auch im Jahr 2026 dafür einsetzen, gemäß ihrem satzungsmäßigen Auftrag die Situation der Pflegeeinrichtungen und ihrer Beschäftigten ebenso wie die Situation der pflegebedürftigen Menschen im Saarland zu verbessern.





Bericht Geschäftsjahr 2025 der Saarländischen Pflegegesellschaft